Herbstgefühle.

Endlich Oktober!

Während sich viele danach sehnen, dass der Sommer und die langen, milden Tage noch etwas länger bleiben, beginnt für mich genau jetzt meine absolute Lieblingsjahreszeit.

Ich bin ein Herbstmädchen. Durch und durch.

Ich liebe kühle, graue, neblige, stürmische und verregnete Tage.
Umso ungemütlicher es draußen ist, desto gemütlicher mache ich es mir drinnen.
Ich habe schon oft und lange über den Herbst und seinen tendenziell schlechten Ruf nachgedacht. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich schlicht und einfach anders darüber denke.
Herbst bedeutet nicht (nur) zunehmend kaltes und nasses Wetter, kurze Tage, schlechten Laune und Frust. Im Gegenteil.
Herbst ist die Zeit von Duftkerzen, Kuschelkissen und -decken, von flauschigen Schlafanzügen und wolligen Oversize-Pullis, von Tee, Kakao und heißer Milch mit etwas Honig!
Zugegeben, ein heißes Bad oder ein knisterndes Feuer würden dem ganzen noch das Häubchen aufsetzen.
Leider haben wir weder eine Badewanne, noch einen Kamin. Ich habe mich daran gewöhnt. Und das ist gut so.

In diesem Jahr hatte ich trotz meiner überwiegend positiven Einstellung einige „Startschwierigkeiten“ beim Aufbringen von echten Herbstgefühlen.
Normalerweise, und damit beziehe ich mich auf die Erfahrung der letzten Jahre, bin ich Anfang, spätestens Mitte September schon voll auf meine Lieblingsjahreszeit eingestimmt und zelebriere meine gewohnten Rituale.
Nun haben wir bereits Oktober. Immerhin bin ich vor wenigen Tagen endlich dazu gekommen, einige Accessoires zu besorgen.
Neue (Duft-) Kerzen und Kerzenhalter und ein bisschen herbstliche Dekoration, am liebsten selbstgemacht, reichen völlig aus, um eine gemütliche Atmosphäre ins Zuhause zu bringen.
Und natürlich Tee. Haufenweise Tee. Möglichst viele verschiedene Sorten, damit ich immer eine schöne Auswahl habe.
Meinen Kleiderschrank habe ich mittlerweile herbsttauglich gemacht (hierauf werde ich jetzt allerdings nicht weiter eingehen, weil ich einen separaten Beitrag plane).
Wie ihr seht, braucht es wirklich nicht viel, um den Schalter umzulegen.
Wieso bin ich also so spät dran?
Die Gründe hierfür sind so vielseitig wie eindeutig:
Der September hat mir mit seinen sommerlichen Temperaturen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bei gefühlten 30 Grad im Schatten, kann einfach keine gemütliche Herbststimmung aufkommen. Jedenfalls bei mir nicht.
Dann kommt noch die Krankheit von meinem Vater dazu (s. letzter Beitrag), die mich gedanklich in weite Ferne katapultiert hat.
Jetzt merke ich, wie der ganze Ballast der letzten Tage und Wochen von mir abfällt. Ich ertappe mich mehr und mehr dabei, wie ich mich über die fallenden Blätter, die Sturmböen und Regenschauer freue, meine gebastelten Kerzen aufstelle, mich in einen übergroßen Wollpulli kuschel und mir einen Tee nach dem anderen koche und mir so Gemütlichkeit ins Wohnzimmer zaubere.
Langsam, ganz langsam traut es sich endlich raus, das Herbstmädchen in mir.

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1 Kommentar

  1. Oh wie schön <3
    Ich werde jetzt nach meinem Urlaub auch mit der Umstellung auf Herbst loslegen! Ich finde übrigens auch, dass der Ruf vom Herbst viel zu schlecht ist, auch wenn ich den Sommer ein klein bisschen mehr mag 😉

    Liebe Grüße
    Anne

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